Werkzeuge auf Sollmaß einschrumpfen mit ZOLLER »redomatic«!
Bisher waren zum Einstellen und Messen von Werkzeugen und zum Schrumpfen zwei unterschiedliche Geräte nötig. Jetzt brauchen Sie nur noch eines: ZOLLER »redomatic«! Ihr Unternehmen wird flexibler, Sie reduzieren Ihre Investitionskosten und Sie steigern Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Profitabilität.
Induktives Schrumpfen als Spanntechnik für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung ist zweifelsfrei etabliert und erfreut sich eines steigenden Zuwaches in der Zerspanungstechnik. Problematisch blieb dieses Verfahren lediglich im Zusammenhang mit dem Einstellen der Werkzeuge auf eine Solllänge oder das Schrumpfen identischer Werkzeuge auf gleiche Länge für die mehrspindlige Bearbeitung. In der Praxis behilft man sich seither mit verschiedensten Provisorien und mechanischen Einstellhilfen. Der Wunsch nach einer Kombination aus Schrumpf-, Einstell-, Mess- und Kühlsystem war und ist daher groß. Die Lösungen welche geboten wurden, waren leider umständlich und ungenau.
Den Entwicklern des Hauses ZOLLER sind nun gleich zwei revolutionäre Systeme zum Schrumpfen, Einstellen, Messen und Kühlen gelungen, welche erstmals 2002 auf den Messen IMTS in Chicago und AMB in Stuttgart der Fachwelt vorgestellt wurden.
Halbautomatik Das ZOLLER »redomatic« (Bild 1) stellt eine Symbiose aus der Serie »venturion« mit »saturn«-Bildverarbeitung, einem speziellen Werkzeugrevolver (Bild 2), dem automatischen Anschlagsystem »ASZA« (Bild 3) sowie einem Schrumpf- und Wasserkühlsystem (Bild 4) dar. Hiermit werden Werkzeuge aller Art gemessen und dies in der Genauigkeit, in der kurzen Zeit und mit dem Komfort, wie man es von ZOLLER gewöhnt ist. Die Leistungsparameter orientieren sich hierbei an den Spitzensystemen im Bereich »Schrumpfen«. Dies ermöglicht ein optimales Energiekonzept, schont die Werkzeugaufnahme, verhindert die Wärmeübertragung in den Aufnahmeschaft des Schrumpffutters und somit in die Spindel des Messgerätes. Isolierte Adapter und deren Wechsel zwischen dem Schrumpf- und Messvorgang entfallen. Dies spart Handgriffe und verbessert die Genauigkeit wesentlich.
Vollautomatik Das ZOLLER »redomatic auto« (Bild 5) basiert zwar auf dem Systen »redomatic«, verfügt aber darüber hinaus über ein Werkzeugmagazin, Handlingsysteme und insgesamt 11 Achsen. Dies erlaubt das Schrumpfen, Einstellen, Messen und Kühlen in einem vollautomatischen Ablauf ohne Bedienereingriff. Das Magazin wird mit Schrumpffuttern und Werkzeugen bestückt und der automatische Ablauf in der Elektronik »saturn« gestartet
Bereits nach 30 Minuten sind mit »redomatic-auto« 16 Werkzeuge (Bild 6) auf Sollmaß eingeschrumpft, gemessen und gekühlt. In einer 8-Stunden-Schicht entspricht das insgesamt ca. 250 Werkzeugen!
Induktorausführung Neben der revolutionären Software und Mechanik beider ZOLLER-Systeme, setzt auch das Schrumpf- und Kühlsystem Maßstäbe. Die Induktionsspule ist so ausgelegt, dass unabhängig vom Hersteller alle nach Norm gefertigten Schrumpffutter verwendet werden können. Viele Systeme am Markt gewährleisten das Ein- und Ausschrumpfen für HSS und HM nur mit speziellen, eigenen Futtern. Des Weiteren ist die Wärmeeinbringung beim ZOLLER »redomatic« gleichmäßig für die gesamte Einspannlänge ausgelegt. Dies zeigt der Verlauf der Anlassfarben (Bild 7). Dies spart Energie, schont das Futter und vermeidet den berüchtigten »Bananeneffekt«, welcher Schrumpffutter nach kurzer Zeit zerstört.
Herkömmliche Induktionssysteme, welche die Energie zentriert einbringen, ergeben eine konzentrierte Erscheinung der Anlassfarben (Bild 8) auf einer weit aus kürzeren Länge gegenüber dem maximalen Spannbereich. Hierbei wird mehr Wärme und Zeit benötigt, um das Schrumpffutter in der notwendigen Gesamtlänge durch Erhitzung auszudehnen und somit die Bohrung zum Einsetzen oder Einstellen des Werkzeuges zu weiten. Es besteht die Gefahr der zu starken Erhitzung im Hauptbereich des Energieeintritts und einer daraus resultierenden Gefügeänderung. Dies hat zwangsläufig die Folge, dass es beim Abkühlen des Werkzeuges zu einer zusätzlichen Verengung der Aufnahmebohrung kommt, das Werkzeug kann weder ein- noch ausgeschrumpft werden, das Futter ist unbrauchbar geworden. Dies versucht man damit zu umgehen, dass die Bohrungen der Futter vergrößert (ca. 16 µ) und somit die Überdeckung/Vorspannung minimiert wird. Dieser Kompromiss reduziert die notwendige Spannkraft und es besteht die Gefahr, dass das Werkzeug während der Bearbeitung aus dem Futter herausgezogen wird. Korrekte Schrumpffutter weisen hier durchaus ein 3- bis 4faches Drehmoment auf. Bei ZOLLER »redomatic« kommt die Wärme dorthin wo sie sein soll, dies schnell und gleichmäßig, die Spannkraft ist maximal und die Futter werden an keinem Punkt stärker als 250° erhitzt.
Kühlsystem Auch die Kühlzeit ist ein wichtiger Aspekt im gesamten Schrumpfprozess. Andere, indirekte Kühladapter mit Zwischenstücken zur Reduktion verhindern eine direkte Wärmeableitung und erhöhen die Kühlzeit bis auf 3 Minuten pro Werkzeug! ZOLLER »redomatic« hingegen kühlt direkt über dem Aufnahmeschaft angepasste Kühladapter und jeweils mit Wasserkühlung (Bild 9).
Zoller »redomatic« stellt hierfür 5 passende Kühlaufsätze zur Verfügung (Bild 10).
Fazit Der Einsatz von Spitzentechnik, Markenprodukten und das Streben nach Perfektion haben sich wieder einmal gelohnt. Auch wenn über die verschiedenen Systeme hin und wieder unterschiedliches geschrieben wird, so bringt ein kritischer und wertfreier Vergleich die Unterschiede sehr schnell an den Tag.
Einladung Um sich selbst von der Perfektion des neuen ZOLLER »redomatic« zu überzeugen, besuchen Sie die »open house« Veranstaltungen im Oktober und November 2002 oder vereinbaren Sie einen individuellen Präsentationstermin.